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„Aber siehst, es ist wirklich ein Lieserl geworden, wie Du es wünschtest.
Ist es auch gesund und schreit es schon gehörig?“

Albert Einstein in einem Brief an Mileva Maric kurz nach der Geburt ihrer Tochter, 4. Februar 1902

Kurzbiographie: Lieserl Einstein-Maric

* Januar 1902 Novi Sad (Neusatz), Ungarn, † ?

In den 80er Jahren gelangten Aufsehen erregende, private Einstein-Briefe an die Öffentlichkeit, aus denen hervorgeht, dass Albert Einstein mit seiner ehemaligen Kommilitonin Mileva Maric eine uneheliche Tochter hatte.

Ende Januar 1902, Einstein war in Bern, brachte Mileva bei ihren Eltern in Novi Sad ein Mädchen zur Welt. Aus dem Inhalt der Briefe kann man vermuten, dass die Geburt schwierig war. Wahrscheinlich wurde das Mädchen getauft. Ihr offizieller Vorname ist unbekannt. In den erhaltenen Briefen findet man nur den Namen „Lieserl“.

Der weitere Lebensweg von Lieserl ist auch heute noch nicht endgültig geklärt. Michele Zackheim kommt in ihrem Buch, „Einsteins Tochter“ zu dem Schluss, dass Lieserl von Geburt an geistig behindert war und bei Milevas Familie lebte. Des weiteren ist sie davon überzeugt, dass Lieserl im September 1903 an den Folgen einer Scharlachinfektion gestorben ist.
Die oben genannten Briefe legen aber auch die Vermutung nahe, dass Lieserl nach der Geburt zur Adoption freigegeben wurde.

In einem Brief Einsteins vom 19. September 1903 an Mileva wurde Lieserl ein letztes Mal erwähnt. Danach erfährt man nichts mehr von Lieserl Einstein-Maric.

Die Gründe, warum Albert Einstein und Mileva Maric ihre Tochter nach der Geburt nicht zu sich nahmen, sollen an dieser Stelle nicht näher erläutert werden.

Auch heute gibt es keine Anzeichen dafür, dass Albert Einstein seine Tochter je gesehen hat.